Kann der erste Tag im Urlaub die Stimmung für die ganze Woche vorgeben? Wenn ja, dann habe ich den perfekten Start in meine Urlaubswoche hingelegt. Whoopi Di Whoopi!
Ich bin gestern auf Korfu angekommen und schon beim Aussteigen aus dem Flieger hat mich diese warme, leicht salzige Luft empfangen, die sofort verrät: hier beginnt was anderes, was ruhigeres. Der Weg vom Flughafen ins Hotel war kurz, aber jedes Fenster, jeder kleine Balkon und jedes Café entlang der Straße hat mich neugierig gemacht. Man merkt gleich, dass hier alles ein bisschen langsamer geht, ein bisschen gelassener.
Im Hotel angekommen, habe ich zuerst mein Zimmer inspiziert. Hell, freundlich, und mit einem Balkon, der direkt aufs Meer hinausgeht. Das Doppelbett wirkt bequem, daneben steht ein kleiner Schreibtisch, und auf der anderen Seite ein zusätzliches Bett, falls man doch mal mehr Platz braucht. Durch die Glastür sehe ich schon grüne Bäume und dahinter ein Stück vom blauen Meer. Es ist nichts Übertriebenes, aber genau die Art von Unterkunft, in der man sich wohlfühlt.

Nach dem Auspacken bin ich gleich mal losgezogen, um ein wenig die Gegend zu erkunden. Der Hunger hat mich dann in eine kleine Taverne geführt, wo ich meinen ersten griechischen Salat der Reise bestellt habe. Riesige Tomatenstücke, Gurken, Zwiebeln, Paprika, dazu eine dicke Scheibe Feta und einige Kapern. Obenauf noch knusprige Brotstücke, die das Ganze perfekt abrunden. Es war simpel, frisch und unglaublich geschmackvoll.

Dazu habe ich mir ein Glas Retsina gegönnt. Dieser leicht harzige Weißwein ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber für mich schmeckt er einfach nach Griechenland. Auf dem Tisch stand auch ein kleiner Teller mit gefüllten Weinblättern, Dolmadakia, die mit einer hellen Joghurtsoße serviert wurden. Ich hab das Gefühl gehabt, dass das Essen hier nicht nur satt macht, sondern auch eine Geschichte erzählt.


Später am Abend habe ich noch eine Bar entdeckt, die mich sofort angesprochen hat. Eine massive Theke aus dunklem Holz, eine Wand aus Stein und ein Regal voller internationaler und lokaler Biere. Von Heineken über Erdinger bis zu Corfu Beer, die Auswahl war riesig. Ich hab mir ein lokales Bier bestellt und den ersten Sonnenuntergang von Korfu mit einem kühlen Glas in der Hand genossen.

Der erste Tag war also ein voller Erfolg. Ein bisschen Meer, ein bisschen Essen, ein bisschen neue Eindrücke. Wenn die restliche Woche auch nur halb so schön wird wie dieser Auftakt, dann kann ich mich glücklich schätzen.
Und irgendwie habe ich schon das Gefühl, dass Korfu genau das richtige Tempo hat, um runterzukommen.