Hat wer schon Barbara Becoming Shirin David gesehen? Ich fand die Doku nicht schlecht gemacht. Das wäre unfair. Man sieht ihren Ehrgeiz, ihren Druck, diese fast brutale Disziplin, mit der sie an sich selbst arbeitet. Gerade die Szenen rund um die Tourvorbereitung und ihre Angst vorm Live Performen hatten schon Wucht. Auch die Momente mit ihrer Mutter haben etwas erklärt, nämlich woher dieser enorme Leistungswille überhaupt kommt.
Und trotzdem blieb ich seltsam auf Distanz.
Vielleicht, weil ich schon vorher kein wirklicher Fan war. Vielleicht auch, weil mir vieles zu kontrolliert vorkam. Die Doku zeigt Nähe, aber sie lässt mich diese Nähe nie ganz vergessen. Ich hatte oft das Gefühl, ich sehe eine sehr klug gebaute Erzählung über Verletzlichkeit, aber nicht unbedingt Verletzlichkeit selbst. Das ist ein Unterschied, finde ich.
Ein paar Stellen waren ehrlich stark, keine Frage. Insgesamt hat mich das Ganze aber mehr nachdenken lassen als berührt. Und das ist ja auch schon was, nur eben nicht ganz das, was ich mir erhofft hab. Wahrscheinlich etwas für eingefleischte Shirin Fans. Wer’s nicht ist, wird damit wohl weniger Freude haben.