bookmark_borderBraucht wer eine alte Playstation 3 mit ein paar Spielen?

Gestern hab ich meine alte Playstation 3 aus dem Regal auf dem Dachboden gezogen und plötzlich war ich wieder komplett im Jahr 2011. Wirklich voll arg irgendwie. Man wird alt! Kein Scheiss, Leute. Die schwarze Konsole steht noch immer erstaunlich gut da, nur ein bissl Staub hat sich über die Jahre gesammelt. Daneben der alte Controller, leicht abgegriffen, aber noch voll einsatzbereit. Genau mit dem Teil hab ich damals ungesund viele Nächte verbracht.

Und jetzt verkauf ich das ganze Zeug tatsächlich. Hätte ich vor ein paar Jahren nie gedacht. Aber ja, inzwischen steht die PS3 eigentlich nur mehr herum und irgendwer anderer soll damit lieber noch Spaß haben. Viel Geld will ich ehrlich gesagt gar nicht. Hauptsache die Konsole landet nicht irgendwo vergessen im Keller.

Bei den Spielen sind auch ein paar richtig feine Sachen dabei. Red Dead Redemption natürlich, das für mich bis heute eines der besten Games überhaupt bleibt. Dann noch Tekken 6, Gran Turismo 5, Resident Evil 6 und sogar Schlag den Raab. Ja genau, dieses völlig chaotische Partygame, das damals jeder irgendwie gespielt hat. Und irgendwie irgendwie gehört sowas einfach zu dieser Ära dazu.

Denn genau diese Zeit fehlt mir manchmal schon. Disc rein, Spiel starten und fertig. Keine hundert Updates, keine zehn Accounts, kein Battle Pass Wahnsinn. Nicht falsch verstehen, moderne Games können schon cool sein. Aber die PS3 Zeit hatte einfach ihren eigenen Charme.

Falls jemand von euch Interesse hat oder wen kennt, meldets euch einfach. Auf jeden Fall würd mich freuen, wenn die alte Konsole noch ein bissl weiterlebt. Habt ihr eigentlich auch noch irgendwo eure alten Konsolen herumstehen?

bookmark_borderMamas Küche ist (und bleibt für immer) einfach unschlagbar

Heute war ich wieder bei meiner Mama zu Besuch und schon im Stiegenhaus hab ich gewusst, was los ist. So unter uns, Leute, manche Gerüche vergisst man nie! Dieser würzige Duft nach Paprika, Rahm und angebratenem Fleisch hat mich sofort zurück in meine Kindheit katapultiert. Kein Witz, ich hab mich direkt wieder wie der kleine Hawara gefühlt, der nach der Schule geschniegelt in die Küche marschiert ist und gefragt hat, ob’s schon Essen gibt.

Am Tisch stand dann tatsächlich mein absolutes Lieblingsessen von früher. Flaumige Gnocchi mit dieser unglaublich cremigen Sauce, voll mit Lauch und zartem Fleisch. [mama-essen.jpg] Und natürlich hat Mama sofort gesagt, ich soll ordentlich zugreifen, weil „du bist eh viel zu dünn“. Ja genau… den Spruch hör ich seit zwanzig Jahren.

Denn irgendwie schmeckt das bei ihr einfach besser als überall sonst. Ich hab das Gericht selber schon zigmal probiert nachzukochen, aber irgendwas fehlt immer. Vielleicht ist’s die Butter. Vielleicht die Geduld. Oder einfach dieses typische Mama Ding, das man ned kopieren kann.

Aber ja, solche Tage tun richtig gut. Einfach zusammensitzen, reden und viel zu viel essen. Auf jeden Fall fahr ich jetzt öfter vorbei. Habt ihr auch so ein Essen, das euch sofort wieder Kind sein lässt?

bookmark_borderMel Brooks macht Spaceballs 2 und zieht Star Wars wieder durch den Kakao

Wer kann sich noch daran erinnern. Bzw wer hat sich den Spaceballs Film vor nicht all zulanger Zeit angesheen. Dort hat uns Mel Brooks eigentlich eine Fortsetzung versprochen, die dann irgendwie nie kam. Aber jetzt, yapp, jetzt, wo er gefühlt über 100 Jahre alt ist, macht er sein Versprechen wahr!

Ich hab die Meldung dazu zuerst nicht als Nostalgie gelesen, sondern fast als kleinen Beweis dafür, dass guter Blödsinn nicht altert. Mel Brooks kehrt tatsächlich zurück, sogar als Joghurt, und allein das hat bei mir mehr ausgelöst als viele perfekt durchgeplante Blockbuster der letzten Jahre. Der offizielle Titel, Spaceballs, The New One, sagt eh schon alles. Der Film will nicht geschniegelt wirken, sondern frech, leicht peinlich und ziemlich bewusst albern.

Was mich daran aber wirklich reizt, ist diese Lust am hemmungslosen Spott. Neben Star Wars sollen auch Harry Potter, Karbonit, Wüstenszenen mit Jedi ähnlichen Figuren und sogar Avatar durch den Kakao gezogen werden. Dieser Urinal Gag mit dem Na’vi klingt schon jetzt komplett bescheuert, aber eben auf die richtige Art. Vielleicht brauch ich genau sowas grad wieder. Kein Zynismus, nur Schmäh mit Hingabe.

Der US Start ist der Sommer 2027. Bis dahin bleibt nur Vorfreude, und die fühlt sich überraschend ehrlich an.

bookmark_borderMeine ehrliche Meinung zu Barbara Becoming Shirin David

Hat wer schon Barbara Becoming Shirin David gesehen? Ich fand die Doku nicht schlecht gemacht. Das wäre unfair. Man sieht ihren Ehrgeiz, ihren Druck, diese fast brutale Disziplin, mit der sie an sich selbst arbeitet. Gerade die Szenen rund um die Tourvorbereitung und ihre Angst vorm Live Performen hatten schon Wucht. Auch die Momente mit ihrer Mutter haben etwas erklärt, nämlich woher dieser enorme Leistungswille überhaupt kommt.

Und trotzdem blieb ich seltsam auf Distanz.

Vielleicht, weil ich schon vorher kein wirklicher Fan war. Vielleicht auch, weil mir vieles zu kontrolliert vorkam. Die Doku zeigt Nähe, aber sie lässt mich diese Nähe nie ganz vergessen. Ich hatte oft das Gefühl, ich sehe eine sehr klug gebaute Erzählung über Verletzlichkeit, aber nicht unbedingt Verletzlichkeit selbst. Das ist ein Unterschied, finde ich.

Ein paar Stellen waren ehrlich stark, keine Frage. Insgesamt hat mich das Ganze aber mehr nachdenken lassen als berührt. Und das ist ja auch schon was, nur eben nicht ganz das, was ich mir erhofft hab. Wahrscheinlich etwas für eingefleischte Shirin Fans. Wer’s nicht ist, wird damit wohl weniger Freude haben.

bookmark_border5 Streaming Abos und trotzdem nichts zum Schauen?

Leute, ich habe fertig mit dem Streaming Scheiss. Jetzt echt mal Tacheles gesprochen. 5 Streaming Abos und trotzdem nichts zum Schauen? The Heck? Genau das ist mein Alltag geworden. Ich öffne eine App nach der anderen, vergleiche, google, verliere mich im Scrollen. Im Schnitt verbringen Streamingnutzer 110 Stunden pro Jahr nur mit der Suche. Fünf Tage. Diese Zahl hat mich ehrlich erschüttert.

Und dann die Kosten. 57 Euro im Monat, also rund 684 Euro im Jahr. Für Zugriff. Nicht für Besitz. Kündige ich, verschwindet alles. Selbst wenn ich bleibe, wechseln Lizenzen schneller, als man schauen kann. Es fühlt sich an wie ein stilles Machtspiel, bei dem ich zahle und trotzdem verliere.

Streaming war einmal Befreiung. Kein DVD Regal, kein Suchen im Laden. Heute gibt es Werbeabos, Preiserhöhungen, Premiumtarife um fast 20 Euro. Und ich ertappe mich bei einem fast nostalgischen Gedanken: Vielleicht wieder Blu Rays kaufen. Etwas in der Hand halten. Wissen, es gehört mir. Klingt altmodisch, ich weiß. Aber auch beruhigend.

Ich will nicht zurück in die Vergangenheit. Ich will nur wieder bewusst entscheiden können. Ohne Dauerabo im Hintergrund, das leise abbucht, Monat für Monat. Und damit fange ich jetzt an. Weil das muss ein Ende finden der Wahnsinn jetzt.